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Ja, ja, ja. Das Jahr 2010 ist schon alt und der letzte Blogeintrag noch älter. Macht aber nix, jetzt kommt ja der erste Eintrag des Jahres! Titel des Beitrags ist “Mitten im Rhythmus” was unweigerlich die Frage nach dem Rhythmus aufwirft in dem man mittendrin ist. Der Rhythmus ist ein 2-Wochen-Rhythmus. Denn genau in diesem Takt kommen momentan die neuen Alben vieler deutscher Bands auf den Markt.

Los ging es am 26.2. mit einer Art  Best-of von Oomph!. Diese haben nämlich einige ihrer bekanntesten deutschsprachigen Songs genommen, übersetzt und auf englisch neu aufgenommen. “Truth or Dare” heisst das ganze dann und ist vorallem für den ausländischen Markt gedacht. Da ich in Deutschland lebe also nix für mich, daher kann ich auch rein garnix zur Qualität dieses Albums sagen.

2 Wochen später: Es ist der 12.3. und heute kommt das neue Album von Revolverheld. Es trägt den - durchaus kreativen - Titel “In Farbe” und genau so sieht auch das Cover aus. Das in Dänemark und Köln aufgenommene Album führt durchaus den typischen Revolverheld-Sound weiter hat aber auch einiges neues parat. So gibt es elektronisch angehauchte Rock-Röhren, indie-gene Balladen und akustisch interpretierte Sommer-Nummern. Durchaus gelungenes Werk, nicht wenige bezeichnen es schon als das beste Revolverheld-Album bisher.

2 Wochen später: man wird an diesem Tag das Datum 26.3.2010 auf dem Kalender erblicken und - wenn man rechtzeitig bestellt hat und auf den Versandhandel verlass ist - im Laufe des Tages das neue Donots-Werk “The long Way home” in den Händen halten. Das ausgekoppelte “Calling” ist ja schon durchaus erfolgreich überall zu hören und wenn der Sound von “Calling” und dem letzten Album “Coma Chameleon” konsequent weiterverfolgt wird darf man sich auf ein glorreiches Donots-Album freuen. Ich bin hoch gespannt.

2 Woche später: In Island - ganz im Nordwesten Europas - hat die Wirtschaftskrise voll zugelangt und selbst McDonalds von der Insel vertrieben. Hat aber wenig mit Turbostaat zu tun, der Band die ab heute ihr neuestes Werk zum Erwerb anbietet? Naja nicht ganz, immerhin heisst das Album “Das Island Manøver”. Weitere Zusammenhänge klären sich vielleicht an diesem Tag. Ausgekoppelt als Single wurde bereits “Pennen bei Glufke” das erwartungsgemäß den typischen Turbostaat-Sound hat. Ebenso siehts bei “Surt und Tyrann” aus, das bereits als kostenloser Download auf der Homepage zur Verfügung steht. Klingt ebenfalls beides vielversprechend!

2 Wochen später: Madsen. Ohne Folli nahm diese Band das neue Werk “Labyrinth” auf. Sebastian Madsen war bei den Aufnahmen zum Album natürlich dabei, ebenso bei den Aufnahmen zum Video der ersten Single “Lass die Liebe regieren”. Dabei allerdings gab es einen schweren Sturz der nun die Tour gefährdet. Neben der Single gibt es auch bereits den kostenlosen Download “Blockade”. Die Single überzeugt mich (noch) nicht. Ein Grower? Blockade klingt schon wunderbar. Spannung aufgebaut!

2 Woche später?: Genau fest steht es noch nicht wann, aber im Mai kommt das neue Against Me! Album. Könnte hinkommen!

Diese Songs bieten die genannten Bands zum kostenlosen Download an:
Revolverheld - Du tanzt auf meinem Grab (Non-Album-Track)
Revolverheld - Was neues (Non-Album-Track)
Madsen - Blockade
Turbostaat - Surt und Tyrann

Kategorie Sonstiges, CD-Vorstellung | Comments Off

Die Band der Woche…

18. Dezember 2009

…heisst Band of the Week. Das Zweitprojekt von Juli-Gitarrist Jonas Pfetzing, Madsen-Sänger Sebastian Madsen, Virginia Jetzt!-Bassist Mathias Hielscher und TENT-Frontmann Alexander Eß spielte in dieser Woche bereits zwei Mal im Grünen Jäger in Hamburg. Es folgt ein kleiner Bericht des zweiten Abends (17.12.).


Kleine Bühne für große Musik(er)

Beim konstenlosen Konzert unterhielt zunächst Der Automat aus Berlin mit seiner Ein-Mann-und-seine-Gitarre-Band das Publikum mit rund 2 Händen voll Songs und ebenso vielen Dias. Witzige Songs und Ansagen, sinnfreie und tiefgründige Texte, jede Menge Publikumskontakt - so stellt man sich einen guten Liedermacher vor!

Dann kam die Band of the Week. Drei der vier Musiker sammelten bereits mit ihren anderen Bands Erfahrung bei Veranstaltungen wie Rock am Ring oder dem Bundesvision Song Contest und spielten daher für ihre Verhältnisse vor kleinem Publikum (geschätzte 40 Leute) in einem winzigen Club. Einer - namentlich Sebastian Madsen - wechselte neben der Band sogar noch das Instrument und tauschte Mikrofon, Gitarre und den Platz ganz vorne auf der Bühne gegen Bass Drum, Snare und dem Platz ganz hinten. Den Gesang und die Ansagen überlässt die Band of the Week dann dem einzigen Bandmitglied, dass noch nicht auf der RaR-Bühne stand. Urlaub vom Musik-Business eben!
Und auch die Musik die die Band in 10 Songs zum besten gab war alles andere als Mainstream und liegt irgendwo zwischen Rock, Punk, Indie und ganz viel Garage. Leider war das ganze schon nach etwas mehr als 30 Minuten zu Ende, aber eine kürzlich gegründete Band die an diesem Abend den erst zweiten Auftritt ihrer noch jungen Bandgeschichte absolvierte hat eben noch nicht viel Material. Trotzdem war’s super!

Setlist
01. Ride the bus
02. Denise
03. Reach you
04. Half a man
05. Rattlesnack Nightmare
06. Cassandra (I love you)
07. Hey you
08. Led Zep
09. Would you like to dance?
10. Yeah Yeah Yeah

Und das beste: wer die Band of the Week selbst noch live erleben will hat am Samstag den 19.12. die Gelegenheit. Erneut im Grünen Jäger, erneut kostenlos!

Kategorie Tourneen & Events, Berichte | 0 Kommentare »

Geschlossener Kreis

4. Dezember 2009

Mittwoch 2. und Donnerstag 3. Dezmeber 2009. An diesen Tagen erlebte ich 2 Konzerte die kaum enger hätten verwoben werden können. Von Anfang an…

Mittwoch 2.12. - Molotow, Spielbudenplatz, Hamburg: Die erste Band des Abends betritt die Bühne: Fireworks aus Detroit. Die Band reisst mich nicht gerade von meinem Sofa auf dem ich es mir in einer der hinteren Ecken des Molotows gemütlich gemacht habe. Durchschnittlicher Punk - nicht schlecht, aber eben auch nix besonderes. Erst beim letzten Lied stehe ich auf, hauptsächlich um mal zu sehen wieviele Leute da überhaupt auf der Bühne stehen. Das einzige was wirklich hängen bleibt vom halbstündigen Auftritt ist, dass die Band eines ihrer Lieder You me at Six widmet. You me at Six? Das hab ich doch schonmal gehört? Achja, die sind morgen Vorband von Paramore. Was für ein Zufall!
Zweite Band des Abends: Broadway Calls aus dem schönen Oregon. Diesmal wird das Konzert vom Barhocker aus verfolgt und ich kann deutlich mehr sehen. Aber es liegt mit Sicherheit nicht nur daran, dass mich diese Band deutlich mehr überzeugt. Das klingt doch schonmal richtig gut! Ausser der guten Musik fallen mir noch 2 weitere Dinge auf: erstens das spärlich ausgestattete Schlagzeug und zweitens, dass auch diese Band eines ihrer Lieder raus an You me at Six sendet. So langsam glaube ich, dass ich mir die MySpace-Seite dieser Band vor dem Konzert morgen doch noch mal angucken sollte. Die scheinen ja nicht schlecht zu sein, wenn sie so über den Klee gelobt werden!
Aber erstmal kommt die dritte Band dieses Abends, die Band wegen der ich eigentlich hier bin: Set Your Goals! Diesmal erstmal ab in die Mitte und das Konzert geniessen. Das Publikum ist gut gelaunt und zum Teil auch schon gut befüllt. Die Band spielt einige Songs - alle gut. Dann kommt irgendwann einer meiner Lieblingssongs “Our Ethos…” - grossartig! Nach einem weiteren Song der an diesem Abend wohl obligatorische Gruss an You me at Six und dann kommt “The Few that remain”, ein Song bei dem Set your Goals zufällig Paramore-Sängerin Hayley Williams zu Gast im Studio hatten. Und plötzlich steht Hayley mit auf der Bühne und unterstützt Set Your Goals dabei dem Publikum kräftig einzuheizen - Weltklasse! Es folgen noch ein paar Songs, doch nach gut einer Stunde endet das viel zu kurze Konzert. Alles weitgehend super - außer die technischen Probleme die sich durch den ganzen Abend ziehen, denn bei jeder Band geht irgendwas kaputt, meist Mikrofone. Egal, morgen gehts weiter!

Donnerstag, 3.12. - Docks, Spielbudenplatz, Hamburg: 100m vom gestrigen Schauplatz entfernt spielen heute Paramore mit 3 Vorbands. Die erste Band heißt Now, Now every Children und klingt wie eine Mischung aus Oceansize und Hello Saferide - und das ist durchaus ein Kompliment. So richtig vom (heute nicht vorhandenen) Hocker haut mich dieser 15-Minuten-Kurzauftritt ohne eine einzige richtige Ansage aber nicht. Die zweite Band Paper Route klingt ähnlich, verwendet aber einige sehr ungewöhnliche Instrumente wie z.B. ein Themerin. Am Ende des ebenfalls nur 15-minütigen Kurzauftritts bleibt folgendes Fazit: die klingen ein bisschen wie Blackmail auf LSD und wenn ich einen Hocker gehabt hätte wäre ich wohl sitzen geblieben! Trotzdem ok.
Und dann war es endlich soweit, die gestern so gefeierten You me at Six betraten die Bühne im ausverkauften Docks. Und wie sich das gehört setzten sie die gestern begründete Tradition der Mikrofon-Pannen fort und setzten sogar noch einen drauf: der Sänger war während des gesamten ersten Liedes einfach mal garnicht zu hören! Also schnell ohne Mikro ins Publikum geschrien (Man versteht euch doch auch so in der letzten Reihe!), dass die Band mal eben die Bühne verlässt und die Techniker raufschickt. Nach 10 Minuten Boxenstop ging es dann endlich richtig los und die Stimmung war für eine Vorband phänomenal! Es war gehüpft wie gesprungen ob man in der 2. Reihe stand oder ganz weit hinten, denn überall wurde gehüpft und gesprungen. Es war offensichtlich, dass auch diese Band einige Fans in der Halle hatte - doch auch viele andere liessen sich mitreissen. Überraschung überall im Publikum dann als auch You me at Six nach 20 Minuten Schluss für heute machten, denn viele - vorallem diejenigen die gestern im Molotow waren - hatten sicherlich kurzzeitig das Gefühl, dass auch diese Band schon zur Hauptband des Abends getaugt hätte.
Doch da kam ja noch was: Paramore! Hayley Williams betrat also zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden eine Bühne am Spielbudenplatz und mit einem Intro und “Ignorance” ging es gleich mal in die Vollen! Erstes ganz grosses Highlight war dann “That’s what you get” - da war wirklich die ganze Halle im ständigen Wechsel zwischen bodenständig und abgehoben! Es folgten weitere Songs zum mitsingen und vorallem rumspringen, doch dann nach einer Stunde: Tschüss, Hamburg. Aber ein Konzert ohne Zugabe, wäre eben ein Konzert ohne Zugabe und um das zu verhindern gab es natürlich eine Zugabe - oder eigentlich drei. Los gings akustisch mit “Misguided Ghosts” und dann folgte zunächst DER Paramore-Hit “Misery Business” - Partystimmung! Nun war es Zeit zurück zu grüssen! Es wurde zunächst den Vorbands des heutigen Abends gehuldigt, darunter natürlich auch You me at Six (Tradition!). Anschließen der Dank an Set Your Goals um den Kreis dieser beiden eng verwobenen Konzerte zu schließen. Entlassen wurde das Publikum dann mit “Brick by boring brick” von dem so mancher auf dem Heimweg einen Ohrwurm gehabt haben dürfte. So soll es sein!

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